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Herzlich willkommen auf der Webseite des Provinzialverbands Rheinischer Obst- und Gemüsebauer e.V., der berufsständischen Interessenvertretung der Obst- und Gemüseerzeuger im Landesteil Nordrhein von Nordrhein-Westfalen.

 

Sehen Sie hier unsere letzten Meldungen und demnächst anstehende Termine. Weitere finden Sie unter Aktuelles bzw. unter Termine.

(10.08.16) Busch- und Stangenbohnen werden jetzt frisch auf rheinischen Feldern geerntet. Noch bis in den Oktober kommen die grünen Hülsenfrüchte aus heimischem Anbau frisch auf den Tisch. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Der Anbau von Bohnen hat im Rheinland eine lange Tradition. So ist die mit Buttermilch gekochte Rheinische Bohnensuppe genauso ein Klassiker wie die milchsauer vergorenen Schnippelbohnen. Bohnen können aber mehr. Sie finden auch in einer modernen Küche Ver-wendung. Ob als Salat, in Speck eingewickelt und gebraten oder aber als Mischgemüse mit Tomaten: Bohnen passen zu fast allem!

Je nach Wuchsform wird zwischen Busch- und Stangenbohnen unterschieden. Die Buschbohnen werden nur etwa 40 cm hoch. Sie werden oft großflächig für die Verarbeitungsindustrie angebaut. Stangenbohnen hingegen ranken mehrere Meter hoch und müssen an Schnüren oder Stangen geführt werden. Neben grünen Sorten gibt es sowohl bei Busch- als auch bei Stangenbohnen gelbe Sorten, die sogenannten Wachsbohnen. Und auch von der Größe der Hülsen unterscheiden sich die einzelnen Sorten sehr stark. Oft sind Stangenbohnen deutlich länger als Buschbohnen. Aber bei beiden Typen gibt es auch Sorten mit kurzen zarten Hülsen. Diese werden dann als Prinzess- oder Bobbybohnen vermarktet.

Bohnen dürfen niemals roh verzehrt werden. Sie enthalten Blausäure, die durch das Erhitzen abgebaut wird.

Da allen Hülsenfrüchten eine schwere Verdaulichkeit nachgesagt wird, empfiehlt es sich, beim Kochen der Bohnen etwas Bohnenkraut hinzuzugeben. Durch die Zugabe dieses Würz-krautes, das man sehr gut trocknen kann, wird das Gemüse leichter verdaulich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(18.08.16) Noch bis zum Frost bringen rheinische Gemüseerzeuger wieder Mangold auf den Tisch. Die-ses Gemüse, das eine Zeit lang fast in Vergessenheit geraten war, ist in den letzten Jahren wiederentdeckt worden und findet viele Liebhaber, so der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn).

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Foto: S. Weis

Mangold ist eng verwandt mit Zuckerrüben, Futterrüben, Rote Bete und Spinat. In früheren Zeiten diente er im Sommer als Spinatersatz und wurde insbesondere für die Ernährung von Kleinkindern angebaut. Spinat blüht im Sommer sehr schnell und kann deshalb im Hausgarten nicht angebaut werden. Mangold kann hingegen während des gesamten Sommers abgeerntet werden, wenn nur die äußeren Blätter der Pflanze abgeschnitten werden und das Herz der Pflanze stehen bleibt.

Mangold kann sehr vielseitig eingesetzt werden. Am Bekanntesten ist sicherlich die Zubereitung als püriertes Gemüse wie Spinat. Aber die Blätter, die etwas fester als Blattspinat sind, können auch ähnlich wie eine Kohlroulade mit Hackfleisch gefüllt werden. Mediterrane Kräuter und Schafskäse im Kern des Hackfleischs erinnern an den Urlaub am Mittelmeer. Aber auch die Stiele des Gemüses bieten viele Möglichkeiten. Sie werden ähnlich wie Spargel zubereitet. Dabei können sie auch Farbe auf den Teller bringen, denn Mangold gibt es in verschiedenfarbigen Sorten. Weiße, gelbe, orange, rote und violettfarbene Stiele ergeben ein buntes Bild, das vielleicht auch das Interesse von Kindern an Gemüse steigern kann.

Mangold enthält ähnlich viel Vitamin C, Vitamin B2 und Provitamin A wie Spinat. Ferner enthält er Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor.

Im Handel sind in der Regel ganze Pflanzen, die abgeschnitten wurden. Sie können in ein feuchtes Tuch eingeschlagen oder in einem Folienbeutel für einige Tage kühl gelagert wer-den. Das Gemüse kann aber auch sehr gut nach dem Blanchieren eingefroren werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(24.08.16) Wer gerne Produkte aus schwarzem Holunder verzehrt, sollte sich in diesen Tagen aufma-chen, um die schwarzen Beeren zu ernten. Obsterzeuger bauen Holunder nur auf einer sehr kleinen Fläche an, da er nicht roh verzehrt werden darf. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Holunderbeeren enthalten Sambunigrin, ein Inhaltsstoff, der Blausäure freisetzen kann. Durch das Erhitzen zerfällt Sambunigrin. Aus diesem Grund ist Holunder vor allem als Saft, Gelee und Likör bekannt. All diese Verarbeitungsprodukte schmecken natürlich auch pur. Sie eignen sich aber auch, um Lebensmittel oder Speisen zu färben oder auch zu würzen. So verfeinert die Zugabe von Holundersaft oder Gelee Rotkohlgemüse. Aus Holundersaft kann aber beispielsweise auch eine leckere Kaltschale zubereitet werden, die gerade bei den derzeit herrschenden hohen Temperaturen für Erfrischung sorgt. Der dunkelrote Saft kann aber auch sehr gut mit anderen Fruchtsäften gemischt werden.

Der Verzehr von Holunder ist überaus gesund. Die Beeren wirken schweißtreibend, schmerz-lindernd und entzündungshemmend. Sie enthalten sehr viele Mineralstoffe und Vitamine. Darüber hinaus sind Ballast-, Gerb- und Farbstoffe enthalten. Durch den hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralien stärkt Holunder das Immunsystem und beugt so in der nasskalten Jahreszeit Infekten vor.

Holunderbeeren müssen sehr schnell nach der Ernte verarbeitet werden. Sie können nicht lange gelagert werden. Dies ist auch ein Grund dafür, warum die Dolden mit den schwarzen Beeren fast nie käuflich zu erwerben sind. Vor der Verarbeitung sollten die Beeren von den Stielen befreit werden. Wem die Verarbeitung von Holunder zu aufwändig ist, kann bei vielen direktvermarktenden Obstbaubetrieben auf selbst hergestellte Erzeugnisse zurückgreifen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(13.07.16) Im Juli haben Dicke Bohnen Hochsaison. Das Rheinland ist bundesweit die einzige Region, in der die Hülsenfrüchte in nennenswertem Umfang angebaut werden. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Dicke Bohnen gehören fest in die rheinische Küche. Mit gekochtem Speck oder Mettwurst serviert sind sie ein deftiges Gericht, das vor allem bei niedrigen Temperaturen seine Liebhaber hat. Dicke Bohnen schmecken aber nicht nur deftig. Mittlerweile haben die grünen Kerne Einzug in die Sterneküche gehalten. Dort werden die Kerne nach dem Blanchieren von der ledrigen Haut befreit. Die dann freigelegten leuchtend grünen Kerne sind sehr zart, wohlschmeckend und auch viel leichter verdaulich als die vollständigen Bohnenkerne. Sie werden als feine Gemüsebeilage zu Fisch- oder Fleischgerichten serviert.

Hülsenfrüchte sind besonders auch für Vegetarier geeignet, da sie hochwertiges Eiweiß besitzen. Sie sind zwar sehr energiereich, ihr hoher Gehalt an Calcium, Kalium, Phosphor und Eisen macht sie neben zahlreichen Vitaminen aber sehr wertvoll.

Dicke Bohnen sind tiefgefroren oder in Gläser konserviert ganzjährig erhältlich. Wer frische Dicke Bohnen liebt, sollte aber jetzt zugreifen. Gerade für Kinder dürfte es ein Erlebnis sein, selbst einmal die Bohnenkerne aus den Hülsen zu palen. Dies ist zwar arbeitsaufwendig, kann aber sicherlich die Wertschätzung steigern, wenn die Kinder sehen, wie viel Arbeit zu erledigen ist, bis das Gemüse genussfertig ist.

Im Gegensatz zu grünen Bohnen können die Kerne der Dicken Bohnen auch roh verzehrt werden. Ihnen fehlt die in grünen Bohnen enthaltene Blausäure.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(20.07.16) In diesen Wochen hat Dill Hochsaison, berichtet der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn).

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Foto: S. Weis

Während die zarten Triebe des Gewürzkrauts fast ganzjährig erhältlich sind, sind im Juli und August auch blühende Dilltriebe im Handel, die vor allem für das Einwecken von Einlege-gurken verwendet werden. So kann auch der zweite Name des Dills erklärt werden: Gurken-kraut.

Frischer Dill wird klassischerweise zu Fisch serviert. Als geschmacksgebender Bestandteil einer Soße oder auch als Dekoration sind die zarten Spitzen besonders beliebt. Dill kann aber viel mehr. Als Gewürzkraut in grünem Salat, Gurkensalat, Kartoffelsalat oder auch in Kräuterdips und -soßen gibt das Kraut mit seinem markanten Geschmack Würze an die Gerichte. Auch zum Aromatisieren von Essig und Ölen ist Dill gut geeignet. Dabei polarisiert Dill. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn.

Dill enthält ätherische Öle und verschafft Linderung bei Magen-Darmproblemen.

Dill sollte möglichst frisch verzehrt werden. Er lässt sich für einige Tage in Wasser stehend lagern. Beim Trocknen verliert das Kraut sein intensives Aroma. Besser ist es, Dillspitzen einzufrieren. So lässt sich der aromatische Geschmack über Monate konservieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(27.07.16) In diesen Wochen hat Dill Hochsaison, berichtet der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn).

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Foto: S. Weis

Auch wenn Gurken mittlerweile ganzjährig angeboten werden, ist das Gemüse aus der Fami-lie der Kürbisgewächse genau das Richtige für heiße Sommertage, meint der Provinzialver-band Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn). Denn durch ihren hohen Wassergehalt sind sie ein idealer Durstlöscher und bestens geeignet für leichte Sommergerichte.

Rheinische Gemüseerzeuger ernten etwa ab Ende März bis zum November Salatgurken in ihren Gewächshäusern. Dort werden die Pflanzen an Schnüren senkrecht in die Höhe gezo-gen. Da die Gurkenpflanzen sehr wärmebedürftig sind und zudem auch viel Wasser benöti-gen, empfiehlt sich der Anbau in Gewächshäusern.

Gurken sind sehr vielseitig einsetzbar. Am bekanntesten ist sicherlich Gurkensalat, eine kalte Gurkensuppe oder aber auch die Gurkenscheibe als Brotbelag. Aber auch als Gemüse- stick, in Schmorgerichten oder als Zutat in Dips, wie etwa in Zaziki, können die grünen Früchte eingesetzt werden. Da der Eigengeschmack relativ schwach ist, können Gurken mit vielen Zutaten kombiniert werden. Besonders eignen sich frische Kräuter, wie etwa Dill, Petersilie, Schnittlauch, Pimpernelle und Borretsch.

Ähnlich wie Zucchini, mit denen die Gurken eng verwandt sind, können Gurken mit Schale verzehrt werden. Die Schale ist allerdings schwer verdaulich, sodass manche Verbraucher den Verzehr der Schale scheuen und die Gurken aus diesem Grund schälen. Die Verdaulichkeit der Gurkenschale kann durch die Zugabe von etwas Senf in das Salatdressing verbessert werden.

Gurken sind kalorienarm und enthalten zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe. Hierzu zählen Calcium, Kalium, Eisen und Phosphor. Außerdem wirken sie wassertreibend und harnsäurelösend.

 

 

 

 

 

 

 

 

(03.08.16) Die Liebhaber von Pflaumenkuchen kommen in den nächsten Wochen wieder voll auf ihre Kosten, denn die Ernte der blauen Früchte hat im Rheinland begonnen. Darauf weist der Pro-vinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen und Renekloden werden jetzt wieder geerntet. Besonders begehrt sind dabei die Zwetschen, die in der Regel blau gefärbt sind und eine Bauchnaht haben. Diese Früchte lösen sich gut vom Stein und sind deshalb auch zum Backen geeignet. Bei Pflaumen fehlt hingegen die Bauchnaht. Sie sind in der Regel nicht steinlösend und enthalten mehr Wasser. Mirabellen sind gelb, rund, meist klein und haben ein festes Fruchtfleisch. Im Gegensatz zu Renekloden sind sie steinlösend. Renekloden sind gelb oder grün, größer als Mirabellen und sehr saftig.

Die Gruppe der Pflaumen und Zwetschen lässt sich aber auch neben dem allseits bekannten Pflaumenkuchen vielseitig verwenden. Kompott, Konfitüre, Mus, Cremes sind nur einige der Varianten. Insbesondere Zwetschen werden aber auch herzhaft zubereitet, so etwa mit Blau-schimmelkäse gefüllt oder in Speck eingewickelt und gebraten.

Der Verzehr der Steinfrüchte ist sehr gesund. Sie enthalten Provitamin A und B1, B2 und C. Daneben sind auch Mineralstoffe, wie etwa Kalium, Phosphor, Eisen und Calcium enthalten. Bekannt sind Pflaumen und Zwetschen für ihre abführende und harntreibende Wirkung. So sind sie eine natürliche Hilfe bei Verstopfungen.

Es empfiehlt sich, die geernteten Früchte möglichst frisch zu verzehren. Allerdings bestehen vielfältige Möglichkeiten, die Früchte zu konservieren. So können sie eingefroren, eingekocht oder auch getrocknet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

(29.06.16) Die Liebhaber von Süßkirschen kommen wieder voll auf ihre Kosten, denn die Kirschernte im Rheinland hat begonnen. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

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Foto: S. Weis

Süßkirschen sind ein Synonym für den Sommer, auch wenn dieser bisher auf sich warten lässt. Während viele Besitzer eines Kirschbaumes angesichts der anhaltenden Regenperiode befürchten müssen, dass ihre Früchte platzen und verfaulen, oder aber von Vögeln gefressen werden, betreiben immer mehr Obstbauern einen hohen Aufwand, um ihre Kirschen zu schützen. Die Kirschbäume werden überdacht und eingenetzt. Nur durch diese Schutzvorrichtungen können die süßen Früchte tiefschwarz und zuckersüß werden.

Ein besonders engmaschiges Netz schützt aber auch vor einem Schädling, der erst seit weni-gen Jahren im Rheinland vorkommt, der Kirschessigfliege. Dieser Schädling, der ursprünglich aus Asien stammt, legt seine Eier vor allem in dunkle und weiche Früchte. Die Larven fressen in den Früchten, sodass diese innerhalb kurzer Zeit zusammenbrechen.

Süßkirschen verführen zum Naschen. Sie können aber auch verarbeitet werden. Als Kuchen-belag, Kompott oder Konfitüre schmecken sie hervorragend.

Die roten Früchte sollten immer mit Stiel gekauft werden, denn ansonsten bluten sie schnell aus. Kirschen sollten möglichst frisch verzehrt werden. Im Kühlschrank können sie wenige Tage aufbewahrt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Obst- und Gemüsearten verlängert sich die Lagerzeit nicht durch eine Aufbewahrung im Folienbeutel. Denn ein Luftaustausch und ein Abtransport von Feuchtigkeit ist wichtig, da die Früchte ansonsten schnell faulen.

Wem die Kirschsaison zu kurz ist, der kann die entsteinten Kirschen auch einfrieren. Sie lassen sich dann für Desserts, Kuchen oder zum Beispiel als Belag für Pfannkuchen verwenden.