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(08.01.2020) Wer derzeit durch die rheinischen Obstanlagen fährt, wird sich vielleicht wundern, was die fleißigen Helfer im Moment dort machen. Denn die Bäume sind kahl, die Früchte sind längst geerntet. Dennoch haben die Obsterzeuger eine Menge zu tun, denn bis zum Austrieb wird der Schnitt der Obstanlagen durchgeführt, so der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn).

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Foto: Sabine Weis

So werden an frostfreien Tagen steil nach oben oder nach innen wachsende Äste entfernt. Die Spitzen der Bäume werden ausgelichtet, damit genügend Licht für eine gute Fruchtausfärbung im unteren Bereich der Bäume ankommt. Außerdem wird die Höhe der Bäume begrenzt, so dass die Ernte im Sommer oder Herbst erleichtert wird.

Großer Wert wird auch darauf gelegt, Krankheiten zu bekämpfen bzw. diesen vorzubeugen. So werden an den Apfelbäumen alle Äste entfernt, die vom Obstbaumkrebs befallen sind, eine Wucherung des Holzes, die durch einen Pilz verursacht wird. Auch eingetrocknete und von Pilzen befallene Früchte aus dem Vorjahr, die sogenannten Fruchtmumien, werden entfernt.

Tritt starker Frost auf, wird der Obstbaumschnitt unterbrochen. Denn es könnten Holzschäden an den offenen Wunden auftreten.

Obstarten wie Süßkirschen oder Walnüsse werden besser im August geschnitten. Bei ihnen droht ansonsten beim Austrieb die Gefahr des Verblutens. Pfirsiche und Aprikosen werden hingegen während der Blüte geschnitten.

Auch im Sommer schneiden die Obsterzeuger ihre Bäume. Dann geht es vor allem darum, für eine ausreichende Belichtung der Früchte zu sorgen, damit diese gut ausfärben.

Auch die Verbraucher können jetzt in ihren Hausgärten zu Schere und Säge greifen. Dabei ist es besser, wirklich zu schneiden und nicht zu „schnippeln“ denn oft empfiehlt es sich, lieber einen großen Ast aus einem Baum zu entfernen, als an jedem Ästchen herum zu schnippeln.